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Beiträge rund um IT und andere aktuelle Themen.

AKTUELLES

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2019-09 | Doppelkonverter am Standort Osterath-Süd: Gedankenspiele zur Debatte um den Neubau von Amprion

Seit Jahren geht es hin und her – jetzt kursieren wieder vermehrt (Fake-) Nachrichten und eventuelle Stimmungstests, ob der Standort Osterath Süd hinter dem E-Werk als Gelände für Amprions neuen Doppelkonverter durchgesetzt wird.

Es ist erschütternd zu beobachten, dass das „Herrscherprinzip“ (Abwarten, bis der Widerstand des Volkes von allein versiegt.) auch im 21. Jahrhundert noch einwandfrei funktioniert. Seitdem der Standort publik wurde, war auch klar, dass sowieso kein anderer mehr in Frage kommen würde. Bei Projekten dieser Art sind die standortbestimmenden Faktoren ausschlaggebend. Osterath ist durch seine passende Infrastruktur prädestiniert als Standort für eine Doppelkonverter-Anlage. Im Aktionismus der hochpräsenten Klimadiskussion wird jetzt versucht, das Projekt final durchzudrücken.

Warum wird nicht eine der inaktiven Kiesgruben als Gelände verwendet?

Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass Kiesgrubenbetreiber nach der Auskiesung dazu verpflichtet werden sollten, die Gewässer zu renaturieren und gefahrenbefreit zu hinterlassen, sodass eine öffentliche Nutzung möglich ist (Ein tolles Beispiel ist die Sechs-Seenplatte in Duisburg, wo man schon vor Jahrzenten sehen konnte, wie so etwas funktioniert.), sollte man definitiv darüber nachdenken, die brachliegenden Gebiete für den Doppelkonverter nutzen. Die Baugruben sind schon vorhanden, genauso die Bauabsperrungen. Zusätzlich werden bei den Standorten die Wohngebiete nicht beeinträchtigt.  

Vorschläge für die Verhandlungen

Wenn der Standort wirklich so viel günstiger ist, sollte man mit Amprion nochmal in Verhandlung treten. Osterath ist – zusammen mit Strümp – schon immer eines der „Schmuddelkinder“ von Meerbusch gewesen. Eine Werkbank der Rheingemeinden und von den Stadtteilen Büderich und Lank. Um eine Aufwertung zu erzielen, könnte das Gebäude ein überregionales Wahrzeichen erhalten. Amprion selbst würde das Gebäude womöglich sowieso nicht mit einem riesigen Logo und ihrem Schriftzug verzieren wollen. – Warum also nicht die Außenfläche mit einem Wappen von Osterath und Meerbusch verzieren und das ganz auf grünem Untergrund, ähnlich wie in Emden. Das wäre von West, Süd, und Ost sehr gut sichtbar und eine ansprechende Eigenwerbung für die Stadt.

Wenn die Technik so ungefährlich ist, dass diese in direkter Umgebung neben Wohngebiete gebaut werden darf, warum dann nicht jetzt schon an eine Nutzung denken, wenn der Stromhype DC in etwa 30-50 Jahren weitergezogen ist?

Amprion könnte einen Aussichtspunkt über der Station errichten, der einen fantastischen Blick über die Stadt gewähren würde. – Ist es keine Option für den Betreiber, kann die Sicherheit der Technologie nicht so hoch wie angepriesen sein. Unter diesem Gesichtspunkt sollte jeder Standort, der in unter einem Kilometer entfernt von einem Wohngebiet liegt, ausgeschlossen werden (Siehe dazu: Standort Doppelkonverter Emden, Pettkumer Sieltief.).

Nachgesang

Derzeit wird wohl eine Gas-Pipeline von Tönisvorst über Willich nach irgendwo verlegt. Bevor ich nämliche Maßnahmen für die Erdkabel nicht im Umland sehe, ist das, was Amprion jetzt macht auch nur ein Schattenspiel, um den Widerstand der Anlieger, NGO‘s und Bürgervertreter zu testen. Also liebe Bürgervertreter der Region: Irgendwo wird das Gebäude hingesetzt, und wenn schon idealerweise an die Stadtgrenze zu Kaarst, also holt bitte das Maximum an Nebennutzen für die Bevölkerung raus, die später damit leben muss. Lasst Euch nicht mit der Gewerbesteuerfahne einwickeln, das ist zu wenig. Ansonsten: Warum nicht, Osterath war schon immer für Bau- und Planungssünden gut genug.